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Noch gibt es die Malediven
  geschrieben von A. Mettler am 26.08.2010
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Einer der schönsten Plätze der Welt liegt mitten im Indischen Ozean, etwas südwestlich der Küste Indiens. Die Rede ist von den Malediven, einem Staat, der aus mehr als tausend meist sehr kleinen Inseln besteht. Sie sind in mehreren Atollen jeweils ringförmig angeordnet und erstrecken sich insgesamt über Hunderte von Kilometern in Nord-Süd-Richtung, wobei der größte Teil nördlich, ein kleiner Teil aber auch südlich des Äquators liegt. Das Wasser hier ist so blau, dass man es erst glaubt, wenn man es mit eigenen Augen gesehen hat. Die Inseln leuchten von weitem grün, da sie dicht mit Palmen und anderen Pflanzen bewachsen sind. Die Strände, die sich rund um die Inseln ziehen, sind tatsächlich weiß – und feiner, als man es irgendwo in Europa findet. Das hat einen ganz einfachen Grund: Sie bestehen nicht aus Quarzsand – wo sollte der mitten im Meer auch herkommen –, sondern aus von der Natur kleingemahlenen Korallen und Muschelschalen. Es handelt sich bei den Malediven um einen islamischen Staat, und leider hat es auch hier in der jüngeren Vergangenheit gewisse Unruhen gegeben. Alles in allem ist jedoch der Tourismus für diesen Inselstaat überlebenswichtig, denn die Bewohner der Malediven gehören zu den ärmsten Völkern der Welt. Touristen und Einheimische werden streng getrennt gehalten – daher gibt es auf den Malediven Hotels nur auf solchen Inseln, auf denen keine Dörfer stehen. Die Touristen dürfen die Inseln der Einheimischen allerdings besuchen, und manchmal stehen die Inseln so dicht beieinander, dass man von einer Hotelinsel nur wenige Meter durch hüfttiefes Wasser waten muss, um das nächste Dorf zu erreichen. Abgesehen vom herrlichen Wetter, das zwar tropisch, aufgrund des umgebenden Meeres aber gemäßigt ist, lockt vor allem die Unterwasserwelt die Touristen hierher. Die Frage ist allerdings, wie lange noch – denn durch den Anstieg des Meeresspiegels könnten die grundsätzlich sehr flachen Inseln sehr bald verschwunden sein.