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Marco Polo - ohne Visum in China
  geschrieben von A. Mettler am 13.05.2010
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China fasziniert die Menschen aus aller Welt seit Jahrhunderten. Marco Polo war Ende des 13. Jahrhunderts einer der Ersten, der über seine Reise nach China und seinen langjährigen Aufenthalt dort einen Bericht anfertigte. Das hat seinen Ruhm und seine große Bedeutung für die Weltgeschichte begründet und bis heute reizt es die Menschen, auf den Spuren Marco Polos dieses riesige Land zu entdecken. Marco Polo hatte allerdings kein China Visum als er im Jahre 1274 in Kaschgar, einer großen Stadt am Rande der großen Sandwüste Taklamakan, eintraf. Niemand hatte damals ein Visum, wenn er in ein fernes Land gereist ist. Allerdings war es auch einfach nicht üblich, dass Normalsterbliche weite Reisen unternahmen. Das war nur Adligen und den wohlhabenden Händlern vorbehalten, die sich Pferdewagen, Karawanen und auch lange Schiffsreisen leisten konnten. Heute kann jeder, der Interesse und Geld hat, sich auf eine Reise durch China begeben. Allerdings muss er sich über eine Agentur oder auch höchstpersönlich um ein Visum für China kümmern, ansonsten kann er nicht in dieses Land einreisen. Hoch im Kurs unter China Touristen sind im Moment Flusskreuzfahrten. Eine Yangtze-Kreuzfahrt findet man zum Beispiel heute bei vielen Reiseveranstaltern im Programm und sie ist immer ein reizvolles Highlight jeder China Reise. Auch wenn durch den Bau des Drei-Schluchten-Staudamms der Yangtze in diesem Teil nicht mehr ganz so wild romantisch daherkommt, vermittelt eine Yangtze-Kreuzfahrt immer noch ein abenteuerliches Gefühl und bietet hochinteressante Landschaften und Städte an seinen Ufern. Auch die drei Schluchten mit Namen „Wu“, „Xiling“ und „Qutang“ genannt, die nun zu Binnen-Seen umfunktioniert wurden, garantieren bei einer Durchfahrt hochinteressante Eindrücke. Jede Schlucht bietet ein völlig anderes Ambiente und vermittelt den Flussreisenden daher auch jedes Mal ein anderes, neues Gefühl. Von dem 6380 Kilometer langen Fluss sind immerhin 2800 per Schiff befahrbar. Im Vergleich dazu ist der Rhein ein echter Waisenknabe. Er hat von der Quelle bis zur Mündung lediglich 1233 Kilometer aufzuweisen.