Coimbra ist unbestritten eine der schönsten Städte Portugals, eine Jahrtausende alte Geschichte und das studetische Leben, dass durch die Universität in die Stadt gebracht wird, ergeben eine charmante Mischung. In den ersten Jahrhunderten nach Christi kamen die Römer in die damals wohl noch von Kelten besiedelte Gegend und gründeten die Siedlung Conimbriga. Aus der Zeit der Römer hat wenig dem Zahn der Zeit widerstanden. Das wichtigste Zeugnis aus dieser Zeit ist das Aquädukt Arcos do Jardim, das allerdings im 16. Jahrhundert fast komplett wieder aufgebaut werden musste, nur Ruinen hatten die Jahrhunderte überdauert. Auch wenn aus dieser frühen Periode wenig bis heute bestehen geblieben ist, mischen sich im Stadtbild von Coimbra alte und neue Bauten. Zu den ältesten Gebäuden gehört die alte Kathedrale Sé Velha, die eine wunderschöne romanische Fassade und eine freundlichen gotischen Kreuzgang hat. Beherrscht wird Coimbra aber von der Universität, sowohl was das Stadtbild als auch den Charakter der Stadt angeht. Die Universidade de Coimbra wurde im Jahr 1290 gegründet und gehört damit zu den ältesten Universitäten Europas. Noch heute ist sie eine der besten Universitäten vo Portugal. Knapp ein Fünftel der rund 105.000 Einwohner von Coimbra sind Studenten, und von denen kommen wiederum viele aus dem Ausland. Die studentische Szene vo Coimbra ist bunt und international und auch für das touristische Potential der Stadt eine enorme Bereicherung. Besichtigen kann man die Universität auch. Man sieht den Gebäuden an, das Portugal einstmals eine reiche Kolonialmacht war! Besonders sehenswert ist die Bibliothek mit ihren rund 250.000 Büchern, der barocke Uhrenturm und die Universitätskirche. Was kann man in Coimbra sonst noch unternehmen? Lohnend ist der Mercado Municipal Dom Pedro V. Hier bekommt man einen kleinen Einblick ins portugiesische Alltagsleben: alte Männer unterhalten sich, Frauen kaufen fürs Mittagessen ein, die Obsthändler bauen kunstvolle Pyramiden aus Mandarinen und Äpfeln und Fleischer schneiden aus halben Tieren verkaufsfertige Portionen heraus. Jeden zweiten Samstag im Monat findet ein Flohmarkt, der Quebra Costa Flohmarkt. Neben antiken und einfach nur alten Dingen gibt es dort Lifemusik und Kunsthandwerk, hier kann man einen Dachbodenschatz oder einfach nur schöne neue Ohrringe entdecken. Auch sonst kann man in Coimbra gut einkaufen. Neben alteingesessenen Familienbetrieben gibt es neue Designer und die meisten großen Kleider-Ketten sind auch vertreten. In Coimbra findet man Restaurants, Cafés und Bars an jeder Ecke. Falls einem der Sinn nach italienischem oder japanischen Essen steht, wird man fündig. Auch wer vegan oder vollwertig essen möchte, wird sein Restaurant finden. Aber auch die lokale Küche verdient es, wahrgenommen zu werden. Die Gegend um Coimbra ist landwirtschaftlich geprägt und gegessen wird, das anbebaut und gejagt wird. Eine Spezialität sind Schmorgerichte aus Lamm oder Ziege, auch deftige Eintöpfe kommen auf den Tisch. In den sanften Landschaften um Coimbra wird viel Wein angebaut. Nachdem in der Vergangenheit vor allem einfache Tischweine hergestellt wurden, verlassen immer mehr Spitzenweine die Bodegas um Coimbra. Und die lassen sich in der Stadt natürlich verkosten. Aber nicht nur Weine werden hier produziert, auch Obstschnäpse aus verschiedenen Früchten sind eine Spezialität der Region. Die Portugiesen gehen gerne ins Café und die Bewohner von Coimbra sind da keine Ausnahme. An jeder Ecke findet man eine Pastisserie, viele habe schöne Terassen, die dazu einladen, einen Kaffee zu trinken und eines der kleinen Gebäckstückchen zu probieren, die die Auslagen schmücken. Unterkunft: Das Hotel Oslo in Coimbra bietet nach seiner kürzlich durchgeführten Renovierung moderne freundliche Zimmer mit spektakulärem Blick in zentraler Lage an.